DIE NORMANDIE - GÄRTEN & IMPRESSIONISMUS
06.07. - 12.07.2018


Mein Garten ist ein Werk, das langsam und mit nie nachlassender Liebe
gestaltet wurde und ich leugne nicht, dass ich stolz darauf bin.
Claude Monet


Gärten und Impressionisten sind das Thema dieser Garten- und Kulturreise in die Normandie. Ländliche Idylle, malerische Dörfer, traditionsreiche Seebäder, charakteristische Fachwerkarchitektur und die weißen Kreidefelsen von Étretat machen den Charme der Normandie aus. Eindrucksvolle Herrenhäuser und Schlösser liegen inmitten herrlicher Parkanlagen, in denen Rosen im Sommer ihre Höhepunkte setzen. Als ein Gesamtkunstwerk präsentiert sich der üppig blühende Monet-Garten in Giverny. Die Landschaft der Normandie und ihre besonderen Lichtverhältnisse inspirierten zahlreiche Künstler, darunter neben Monet auch Gauguin, Pissaro, Sisley und Boudin. Sie gilt als Wiege des Impressionismus. 1872 entstand in Le Havre Monets Gemälde 'Impression - Soleil Levant', dem diese Kunstrichtung ihren Namen verdankt. So erwarten Sie auf dieser Reise nicht nur Besuche in abwechslungsreichen Gärten sondern auch in einigen ausgewählten Museen.


06.07.18   Flug nach Paris - Der Monet Garten
Nach Ankunft in Paris fahren Sie in das kleine normannische Dorf Giverny. Hier lebte von 1883 bis 1926 der
Maler Claude Monet. Er vereinigte alle Talente der Gartenbaukunst in sich. Er verstand es zu bauen, zu
pflanzen und mit Licht zu spielen, er liebte Blumen und Farben und kombinierte diese mit großem Vergnügen.
Von der üppig blühenden Anlage geht ein besonderer Zauber aus, der alle Besucher in seinen Bann zieht. Ein
Teil, der ‘Clos Normand’ ist ein am Wohnhaus gelegener Ziergarten. Die reich bepflanzten Beete sind wie in
einem Gemüsegarten unterteilt und Sträucher säumen die Ränder. Der Seerosenteich diente Monet als
Inspiration für seine berühmten ‘Nymphéas’ und auch die japanische von weiß- und malvenfarbigen Glyzinien
überspannte Brücke verewigte er in verschiedenen Gemälden. Das Wohnhaus gibt einen Einblick in das Leben
des Malers. -

07.07.18   Rouen & das Musée des Beaux Arts - Jardin d'Angelique
Bei einem Spaziergang lernen Sie die pittoreske Altstadt mit den typischen Fachwerkhäusern kennen. Die
prachtvolle Fassade der Kathedrale Notre-Dame zählt zu den schönsten in Europa. Sie sehen den Platz ‘Vieux-
Marché, auf dem im Mai 1431 Jeanne D’Arc öffentlich verbrannt wurde und den ‘Gros l’Horloge’, den berühmten
Uhrenturm. - Das Museum der schönen Künste in Rouen gehörte zu den ersten Museen, das dem Publikum
Bilder des Impressionismus präsentierte. - Am Nachmittag erwartet Sie der Privatgarten ‘Jardin d’Angelique’.
Einst angelegt zur Erinnerung an eine verstorbene Tochter ist er kein melancholischer Garten sondern spiegelt
die Schönheit des Lebens wider. In diesem Garten, der ein Herrenhaus aus dem 17 Jh. umgibt, spürt man die
liebevolle Hand der Besitzerin Madame Lebellegard, einer großen Rosenliebhaberin. Neben Rosen wurden
Immergrün und Sträucher gepflanzt und im Sommer verstärken Hortensien den Gesamteindruck dieses
romantischen Gartens.

08.07.18   Abwechslungsreiche Privatgärten
Der heutige Tag ist drei Privatgärten gewidmet. Hinter einem eher unscheinbaren Gartentor erwartet Sie der
Jardin Plume, ein schöner zeitgenössischer Garten. Sylvie und Patrick Quibel haben hier mit verschiedenen
Ziergräsern und Stauden ein wahres Kunstwerk geschaffen. So wird z.B. das Elefantengras, Miscanthus
giganteus, als Heckenpflanze verwendet. Und wenn die oft wehende leichte Brise des Windes die Gräser
bewegt, macht er seinem Namen Jardin Plume - der Federngarten - alle Ehre. Der Jardin de Bellevue von
Martine und François Lemonnier ist eine abwechslungsreiche Gartenanlage. Der Lage auf einer Anhöhe mit
einem weiten Blick in die Landschaft verdankt er seinen Namen 'Bellevue'. Neben alten Rosen entdeckt man
sibirische Irissorten und den blauen Meconopsis aus dem Himalaya, ein Scheinmohn aus der Familie der
Mohngewächse. Der Garten beherbergt ebenfalls die Nationale Sammlung orientalischer Helleborus. - Der
Jardins Agapanthe ist der verwirklichte Jugendtraum von Alexandre Thomas, einem der bekanntesten
Landschaftgärter der Normandie. Namensgeberin für sein privates Gartenreich sind die Agapanthen, die aus
Südafrika stammenden Schmucklilien. Die dichte Bepflanzung und die geschickte Gestaltung lassen den kleinen
Garten optisch größer erscheinen.

09.07.18   Bois des Moutiers & die Kreidefelsen von Étretat
Von Rouen fahren Sie heute in Richtung Küste. In Varengeville liegt Le Bois des Moutiers, einer der schönsten
Landschaftsparks der Region. 'Very british' ist das Erscheinungsbild dieses bedeutenden Gartens. Guillaume
Mallet beauftragte 1898 Edward Lutyens und Gertrude Jekyll mit der Gestaltung des Anwesens. Die Arts and
Crafts Bewegung beeinflusste die architektonische Gestaltung des Hauses und findet sich auch in der
Gartenanlage wieder. Die Bereiche in der Nähe des Hause teilen Hecken und Mauern in verschiedene
Gartenräume, die üppig bepflanzt sind nach den Gestaltungsprinzipien von Gertrude Jekyll. Die entfernteren
Bereiche sind landschaftlich gestaltet und bieten im Waldgarten einige botanische Raritäten. - Entlang der
Alabasterküste erreichen Sie das Seebad Fécamp. Ein Spaziergang entlang der bizarr geformten Kreideklippen
von Étretat gehört zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen in der Normandie. Die bekanntesten Seebäder
an der ‚Côte Fleurie‘, der blühenden Küste, sind Trouville und Deauville. Eine Attraktion von Deauville ist der
lange flache Sandstrand, an dem man auf den sogenannten ‚planches‘, einer aus Holzdielen gebauten
Promenade spazieren kann.

10.07.18   Honfleur mit dem Boudin Museum & das MuMa in Le Havre
Le Havre ist die größte Stadt der Normandie und seit 2005 gehört der Stadtkern zum Weltkulturerbe. Nach den
Bombenangriffen im 2. Weltkrieg schuf der Architekt und Städteplaner Auguste Perret neuen Wohnraum für
60.000 Menschen - aus Beton. Besonders sehenswert ist die Kirche St. Joseph. - Direkt am Wasser liegt das
Musée des Beaux-Arts André Malraux, kurz MuMa genannt. Es bietet den angemessenen Rahmen für einige der
bekanntesten Bilder des Impressionismus, darunter Werke von Monet, Gauguin, Matisse, Pissaro und Boudin. -
Weiterfahrt in das malerische Hafenstädtchen Honfleur. Mit der Gründung einer Malerschule durch den in
Honfleur geborenen Impressionisten Eugène Boudin entstand in den frühen Jahren des 19. Jh. eine
Künstlerkolonie. Gegenüber seines ehemaligen Wohnhauses befindet sich das Museum Eugène Boudin. Zu
Beginn umfasste es lediglich eine Sammlung von kaum 50 Arbeiten. Durch Schenkungen von Boudin an seine
Geburtsstadt und weiterer Werke seiner Malerfreunde erweiterte sich die Sammlung schnell. Sie zeigt heute
einen repräsentativen Querschnitt über das malerische Schaffen in Honfleur.
Ein architektonisches Juwel im Pays d'Auge ist des Château du Breuil mit seinen Fachwerkbauten und den
rosafarbenen Ziegeln. Es liegt inmitten eines weitläufigen Parks mit hundertjährigen Bäumen. Lassen Sie sich
einweihen in die Geheimnisse des berühmten Apfelbranntweins.

11.07.18   Die Gärten des Château de Brécy, Caen & der Jardin des Plantes
Die Gärten des im 18. Jh. erbauten Château de Brécy gliedern sich in einen Botanischen Garten und einen im
französischen Stil angelegten Garten. Er ist einer der wenigen in Frankreich noch erhaltenen Beispiele für eine
Gartenanlage die sich über vier verschiedene Terrassen erstreckt auf denen jeweils ein eigener Garten
entstand, umgeben von steinernen Balustraden und Statuen. In den Gartenzimmern gedeihen hunderte
Clematissorten, Glyzinien und zahlreiche Stauden. - Eng verbunden ist die rund 1000-jährige Geschichte von
Caen mit Wilhelm dem Eroberer. Er machte die Stadt zu seiner Residenz und ließ u.a. die mächtige Burganlage
errichten. In einem Teil davon zeigt das Musée des Beaux-Arts das künstlerische Schaffen vom 15. - 20.
Jahrhundert. Präsentiert werden Werke von der Romantik über Naturalismus und Realismus bis hin zum Impressionismus. Der Jardin des Plantes de Caen wurde bereits 1736 als Universitätsgarten gegründet. Er beeindruckt durch seine gute Systematik sowie die Vielfalt der Stauden, Gräser, Wildpflanzen und Sommerblumen. Zu bestaunen gibt es einen 35 m hohen alten Mammutbaum und einen mehr als 250 Jahre alten Schnurbaum (Sophora japonica)

12.07.18   Rückflug
Auf der Fahrt von Trouville zum Flughafen in Paris ist ein weiterer Gartenbesuch geplant.


Reisepreis: € 2.090           Einzelzimmerzuschlag: € 280

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflug ab/ bis Frankfurt nach Paris
  • Gebühren & Steuern
  • 3 Ü/HP in Rouen
  • 3 Ü/F in Trouville
  • 2 Abendessen in Trouville
  • 1 Mittagessen in Honfleur
  • Calavadosverkostung
  • Ausflugsprogramm
  • Eintrittsgelder
  • Reiseführer (pro Zimmer)
  • Gesetzlicher Reisepreis-Sicherungsschein
  • Deutschsprachige Reiseleitung ab/ bis Flughafen
  • Botanische Begleitung  Sabine Rusch


Innerdeutsche Anschlussflüge € 65 - zzgl. Steuern & Gebühren in Höhe von ca. € 65
Flüge von Österreich und der Schweiz auf Anfrage
Rail & Fly Fahrkarte 2. Klasse € 64


Sabine Rusch - nach der Gärtnerausbildung schloss sich das Studium zum Gartenbauingenieur an. 25 Jahre
arbeitete sie im Botanischen Garten der Universität Hamburg. Seit über 15 Jahren begleitet die ehemalige
Technische Leiterin des Botanischen Gartens Hamburg Reisegruppen als botanische Reiseleitung, die sie
mehrmals nach China, Südostasien, Vietnam, Kambodscha, an die Cote d´Azur, auf die Azoren, nach Madeira
sowie auf die Kanalinseln führten. Nach verschiedenen Aufenthalten in Malaysia und anderen Ländern
Südostasiens fasziniert sie besonders die tropische Pflanzenwelt. Sie organisiert und leitet Führungen,
Seminare und Vorträge zu den Themen der Pflanzenwelt.

Ihre Hotels (vorbeh. Änderungen)
Das Hotel La Bertelière**** liegt in einem Wohnviertel am Stadtrand von Rouen. Zum Hotel gehören ein
Restaurant, eine Bar und ein kleiner Garten. Das Hotel verfügt über 44 Gästezimmer, die mit Bad/DU/WC,
Föhn, Klimaanlage, Minibar, Radio, Sat-TV und Kaffee-/Teekocher ausgestattet sind.
Das Hotel L'Hostellerie du Vallon in Trouville****, erbaut im normannischen Stil, ist zentral und ruhig
gelegen. Es verfügt über Bar/ Lounge, Innenpool, Sauna und im Sommer ist die Terrasse geöffnet, 62
Zimmer mit Bad/DU/WC, Föhn, Sat-TV, Safe, Kaffee- und Teezubereitungsmöglichkeit.

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