Eine Reise von Tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt Laotse
"Ein schöner Garten muss nicht groβ sein, er soll vielmehr die Verwirklichung eines Traumes darstellen, auch wenn dieser sich auf einem Balkon befindet und nicht mehr als ein paar Quadratmeter umfasst."
Schon immer ging von den oberitalienischen Seen ein besonderer Reiz aus. Malerisch erstrecken sie sich vor einer grandiosen Bergkulisse und grünen Tälern. Einer der schönsten Seen ist der Lago Maggiore; mit Palmen gesäumten Ufern und herrlichen Inseln bietet die Landschaft wahre botanische Paradiese für Gartenreisen und Naturreisen. Die Städte erinnern an den Glanz vergangener Tage und kunstvoll gestaltete Park- und Gartenanlagen lassen das Herz eines jeden Pflanzenfreundes höher schlagen. Groß ist auch der Pflanzenreichtum. Rhododendren, Magnolien und Azaleen, Zitronen und Oliven gedeihen prächtig, aber auch exotische Gewächse gilt es hier zu entdecken.
Ein besonderes Erlebnis für eine Gartenreise bieten die Gartenanlagen im Frühling, wenn sich viele von ihnen in ein einziges leuchtendes Blütenmeer verwandeln.
Botanische Begleitung: Sabine Rusch
Ihr Hotel Lido Palace liegt in dem kleinen Städtchen Baveno am Westufer des Lago Maggiore. Das Hotel verfügt über einen eigenen Strand und Bootsanleger und so werden viele der Ausflüge mit dem Schiff unternommen.
Die größte der Borromäischen Inseln ist die Isola Madre, ein üppiges Paradies in dem Dank des milden Mikroklimas Palmen, Bananen, Eukalyptus, Agaven und verschiedene Zitrusarten gedeihen. In den weiten Parkanlagen wetteifern große Rhododendren und Kamelien mit Magnolien und gewaltigen Kampferbäumen. Eine prächtige Kaschmir-Zypresse ist das größte Exemplar dieser Art in Europa. - Wie ein Schiff auf dem Ozean erscheint der Anblick des Palastes und der Gärten der Isola Bella vom See aus. In über drei Jahrhunderten entstand diese einmalige Barockanlage mit zehn übereinander liegenden, von Balustraden gestützten Terrassen. Exotische Pflanzen ergänzen den Figurenschmuck des Lombardischen Barock, und weiße Pfauen schlagen stolz ihr Rad vor den Besuchern. - Auf der Isola dei Pescatori, der Insel der Fischer, säumen pittoreske Häuser die kleinen Gassen, nur überragt vom Turm der Kirche San Vittore. Heute leben noch ca. 35 Menschen auf der Insel und nur eine Familie widmet sich dem traditionellen Fischfang.
Am Vormittag besuchen Sie den typischen Markt in Verbania Intra. Im Stadtteil Pallanza erwarten Sie die großartigen Gärten der Villa Taranto. Geschaffen wurde die bedeutende Anlage von dem schottischen Adligen Captain Neil McEacharn. Er importierte tausende Pflanzen aus allen Ländern. Langsam akklimatisierte er seltene Sammlungen und fügte sie mit großem künstlerischen Einfühlungsvermögen in den Rahmen der herrlichen Landschaft zwischen Bergen und See ein. Im Frühjahr sind es Rhododendren, Kamelien und Magnolien, die mit dem üppigen Flor weiterer Frühlingsblüher dem Garten ein besonderes Gepräge verleihen. Entlang des Sees spazieren Sie zum Garten der Villa Giulia im Zentrum von Pallanza. Anschließend Rückfahrt mit dem Boot zum Hotel.
Mit dem Bus geht es heute zum westlich des Lago Maggiore gelegenen und von dichten Wäldern umgebenen Orta See. Steil und rau ist das Westufer dessen Berge zu den Ausläufern des Monte-Rosa Massivs gehören, flach sind die Küsten im Osten. Auf einer Halbinsel liegt das malerische Städtchen Orta San Giulio. Eindrucksvoll ist das Gewirr der kleinen Kopfstein gepflasterten Gassen, die gesäumt werden von barocken Bauten, oft mit hübschen Innenhöfen und Säulengängen. Von der Piazza Mario Monte hat man den besten Blick auf die vor gelagerte Insel San Giulio. Am Rand der Piazza beeindruckt der freistehende Palazzo della Communitá, ein Renaissance Gebäude mit einem offenen Laubengang. In einem der Weinkeller erwarten Sie eine Weinprobe und ein kleiner Imbiss.
Busfahrt nach Tremezzo zur Villa Carlotta. Die klassizistische Villa Carlotta wurde 1745 erbaut und war später ein Hochzeitsgeschenk für Herzogin Charlotte von Sachsen-Meinungen. Mit ihrem Mann legte sie den Landschaftsgarten an und schuf den Grundstein für die Pflanzensammlung. In der Gartenanlage führen kunstvoll gestaltete Terrassen hinunter zum See. Bei einem Rundgang zwischen antiken Kamelien-Sorten, 100-jährigen Zedern und Sequoias, Zypressen, enormen Platanen, Blutbuchen und exotischen Gewächsen sind überraschende Begegnungen keinesfalls rar. - Auch die Villa Melzi d’Eril in Bellagio erreichen Sie mit dem Schiff. Die neoklassizistische Villa fügt sich auf elegante Weise in die Landschaft ein. Der weitläufige am See gelegene Park wurde im italienischen und englischen Stil angelegt. Exotische und seltene Pflanzen wechseln sich ab mit alten Bäumen wie dem Tulpenbaum, Japanischem Ahorn, Mammutbäumen, Sumpfzypressen und Kampferbäumen.
Das heutige Ziel ist zunächst Stresa. Vom Vorort Carciano aus bringt Sie die Seilbahn auf den 1491 m hohen Monte Mottarone. Auf halber Höhe erwartet Sie der Botanische Garten Alpinia. Zahlreiche alpine und subalpine Pflanzenarten gedeihen hier, aber auch importierte Gewächse aus dem Kaukasus, Japan und China sowie verschiedene Heilkräuter. Zurück in Carciano haben Sie Zeit für einen Spaziergang durch Stresa, der einstigen Perle des Lago Maggiore. Viele der Villen und Paläste bezaubern mit ihrer Belle Epoque Kulisse.
Der nördliche Teil des Lago Maggiore gehört zum Schweizer Kanton Tessin. Das Herz von Locarno ist die Piazza Grande. Enge Gassen führen durch den historischen Stadtkern vorbei an alten Kirchen und prächtigen Adelssitzen zum Castello Visconteo. Ein Linienschiff bringt Sie zu den wunderschönen Brissago Inseln. Von 1885 bis 1928 hat die aus Deutschland stammende Baronin Antoinette Saint-Léger ein wahres Paradies für Pflanzenliebhaber geschaffen. Viele der von ihr gepflanzten Schätze kann man noch heute bewundern, z. B. den nach Kampfer duftenden Zimtbaum aus dem Himalaya, eine Gladiole aus Madagaskar, verschiedene Palmen- und Bambusarten, Baumfarne und hundertjährige Eukalyptusbäume.
Ausführlicher Reiseverlauf (56,23 KB)
Hotel (vorbehaltlich Änderungen):